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Ulrich Seidl
Die Prämisse: Die Gegenwartskunst verunsichert ihre Betrachter - Laien wie Kunstexperten - und kann oftmals nur mit Erklärungshilfen verständlich gemacht werden. Der Film stellt nun den Betrachter dieser Gegenwartskunst in den Mittelpunkt. Ausstellungs-, Galerien- und Museumsbesucher kommen, ganz im Gegensatz zur üblichen Kunstkritik, zu Wort und sprechen über Bilder, Objekte, Installationen oder Performances aus ihrer persönlichen Sichtweise und ganz nach Gefühl. Durch diese persönlichen Deutungen, verbunden mit der Weltanschauung des Betrachters, eröffnet sich ein anderer Blick auf die Kunst(welt). Ein kritischer Blick in mehrhafter Hinsicht: Ein Spiegelbild der Kunst, wenn auch bruchstückhaft, ein Spiegelbild der Welt des Normalbürgers, und nicht zuletzt ein Spiegelbild unserer Zeit. Der Film spürt anhand der Interpretationsversuche des "normalen" Kunstbetrachters den Stellenwert der Kunst im alltäglichen Leben nach und erkundet ihre Bedeutung: Kunst als Reflexion unserer gesellschaftlichen Realität oder als Ausdruck egomanischer Selbstdarstellung; Kunst als ästhetischer Genuss; Kunst als Unterhaltung und Spaß; aber auch Kunst als Flucht in eine schönere und harmonischere Welt. |
1996
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45min
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Dokumentation
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